Kultur- und Heimatverein Radeburg e.V.

April 2021

 

 

Dezember 2020

 

 

 November 2020

 

 

September 2020

 

 

 

 

  


Am Stand des Kultur- und Heimatvereins werden alle Hefte der Schriftenreihe zur Geschichte der Stadt Radeburg zum Verkauf angeboten. Ganz druckfrisch gibt es den neuen Kalender für 2021 mit historischen Ansichten zu Radeburgs Schulen.

 

 

 

August 2020

                                                                                                                                                                   

Nachlese zur Radtour 2020

Der 17. Jahrgang geht in die Geschichte ein! Anregung für die Tour war die für das Radeburger Revier bedeutsame „Promse“ mit ihrer Quelle in unmittelbarer Nähe zum Dresdner Flughafen mit einem Besuch der dortigen Wetterwarte.
Entsprechend den geltenden Sicherheitsbestimmungen des Flughafens war die Teilnehmerzahl beschränkt, es wurde deshalb eine zweite Tour, dann auch gut genutzt, angeboten und es gab Corona. Vor diesem Hintergrund ist es vor allem Initiator Dr. Henry Hasenpflug zu danken, der in mühevoller organisatorischer Kleinarbeit und etlichen „Abfahrten“ die diesjährige Tour auf die „Fahrräder gebracht hat.
Mit Petrus im Bunde ging es dann auch traditionell von der Postdistanzsäule gegenüber dem Radeburger Rathaus los nach dem Motto: „Von der Mündung der Promnitz bis zu ihrer Quelle“. Nach einem ersten Stopp an der „Alten Waage“, ca. 400 m vor Mündung der Promnitz in die Röder, ging es vorbei am Schloss zum Berbisdorfer Dorfteich, dem ein Halt in Bärnsdorf am Unteren Großteich mit interessanten Informationen zur Teichwirtschaft und der fischwirtschaftlichen Vermarktung folgte. In diesem Zusammenhang wurde auch deutlich, wie wichtig unsere kleine Promnitz neben dem Hochwasserschutz für die wasserwirtschaftlichen Belange der umliegenden Teichwirtschaften ist, wenn es. z. B. um das Ablassen der Teiche vor dem Abfischen usw. geht.
Beim Stopp am Volkersdorfer Mühlteich wurde auch auf dessen Bedeutung für den Hochwasserschutz aufmerksam gemacht. Er ist Bestandteil umfangreicher ökologischer Ausgleichsmaßnahmen, die im Zusammenhang mit der Einrichtung des Gewerbegebietes zwischen Autobahn und Radeburger Straße erforderlich waren. Entlang dem Fürstenweg und des Ziegeleiteichgrabens ging es auf dem Radweg parallel zur B 97 zum Ilschengraben mit seinem Quellsumpf, quasi dem Sehnsuchtsziel an diesem Tage, weiter. Er nimmt gewissermaßen unterwegs die von Wilschdorf kommende Bartlake nach dem Hinteren Teich auf und etwas weiter nach dem Langen Teich den vom Flughafen kommenden Ziegeleiteichgraben. Ab dessen Einmündung wird dann der Ilschengraben zur Promnitz.
Nun endlich aber, am ersten Tagesziel, der Quelle, gab es dann das große Staunen: „Von  hier“, noch als Ilschengraben, „kommt also nun unsere Promnitz her“, war den teils ungläubigen Gesichtern abzulesen. „Wo ist denn Wasser, gerade mal feucht ist es hier …“
Doch schnell blühte der Flachs, man hatte endlich etwas Wichtiges entdeckt und konnte nun authentisch über die „Promse“ bzw. über das, was sie mal werden wird, mitreden.
Der Flughafen „Dresden International“ hat ganz bestimmt schon bessere Tage erlebt, wir waren weit und breit fast die einzigen Gäste. Nach einer zünftigen Stärkung mit einer Bockwurst ging es dann mit dem Bus zum zweiten Tagesziel, der Flughafenwetterwarte.
Mit einem weiten Blick in´s Land machten sich die Tourteilnehmer in der Nähe des Landebahnbebachterhauses mit Begriffen vertraut, die man auch schon irgendwann einmal vernommen hatte. Von Sichtweitenmessgeräten, Regenmessern, Niederschlagsmengen sowie Geräten zur Feststellung der Wolkenuntergrenze bzw. Wolkenhöhen und zur Feststellung der Windrichtung und der Windstärke war die Rede. Man konnte sich gut vorstellen, dabei in einem Flugzeug zu sitzen und gedanklich in die Ferne schweifen - doch heute war trotz Flugwetter nichts los in der Luft, sondern Radfahren angesagt.
Damit ging dann auch ein Tag zu Ende, der alle Teilnehmer nach erlebnisreichen Stunden flussabwärts in Richtung Zillestadt Radeburg führte, entlang der Promnitz, nun von der Quelle zur Mündung.
 

Günter Andrä

 

 Quellsumpf Ilschengraben

 

 
 

 
 

 

Juli 2020

Juni 2020

 

2020 jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Chronik der Arbeitsgruppe Stadtgeschichte zu diesem Thema mit den Radeburger Gefallenen, Vermissten und an den Kriegsfolgen verstorbenen, ist bis Ende des Monats im Heimatmuseum Radeburg ausgestellt und kann zu den allgemeinen Öffnungszeiten besichtigt werden.

 

Heimatmuseum Radeburg
Heinrich- Zille- Straße 9
01471 Radeburg
Telefon: 035208 4341

Öffnungszeiten: Dienstag     10 bis 12 und 13 bis 18 Uhr
                       Donnerstag 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr
                       jeden 1. und 3. Sonntag im Monat 14 bis 16 Uhr
                       Gruppen nach Vereinbarung
www.radeburg.de/leben-in-radeburg/oeffentliche-einrichtungen/heimatmuseum/

April 2020

 

Januar 2020 

 

 

 

 

Das Plakat für die Werbung des Konzerts war - treffender konnte es nicht sein - in saftigen „inselgrünen“ Farben gehalten und versprach einen Abend mit Irish folk, der an die „guten, alten Zeiten“ in den Dubliner Pubs, an das Irland der 70er und 80er Jahre erinnerte.

Um es vorweg zu nehmen - das Plakat hielt, was es versprach! Die seit 2014  in Freital-Potschappel  lebende Dolmetscherin für Englisch und Arabisch, Diana Hebold und ihr Mann, der Steinmetz und Freizeitgitarrist Ted O´Reilly, waren es, die mit ihrer Art, das Publikum mitzunehmen, ihrem Gesang  und dem Spiel von Geige, Gitarre sowie irischer Bouzouki und Banjo für einen proppevollen Saal sorgten.

Erstmals mussten Stehplätze vergeben und auf die letzte Minute Kommende mit größtem Bedauern wieder nach Hause geschickt werden!

Irish folk ist mit seinen verschiedenen Genres das Zauberwort für die einst auf rhythmische Gesangsstücke zurückgehende traditionelle irische Musik, die sich trotz vielfältiger Einflüsse durch die Globalisierung bisher in der ganzen Welt als populäre Musik behauptet hat. Melancholie, Nachdenklichkeit, Liebeskummer, Sehnsucht nach Heimat und überschäumende Lebensfreude prägen viele dieser Lieder.

Den Anfang machte eine als Air, hier als eine Nebenform der musikalischen Gattung Lied vorgetragene Liebeserklärung „Niemals verrat´ ich ihren Namen“, die in ein Stück mit guten Wünschen für das persönliche Glück, passend zum Jahresanfang, überleitete.

Von Liebessehnsüchten seines Komponisten handelte „The Galway Girl“, dem ein Lied folgte, das über Katie, eine Frau, erzählte, die über alle Schwierigkeiten hinweg, selbstbewusst ihren eigenen Weg geht, immer weiter …

Der Bitte von Diana Hebold, nun auch „stimmkräftig“ mitzusingen, kam man gern nach, waren ja doch viele der an diesem Abend vorgetragenen Titel bekannt. Darunter befanden sich u. a. „The Wild Rover“, „The Drunken Sailor“ und „The Ferryman“. Herrlich dann auch und besonders „Molly Malone“, das als irisches Volkslied und gleichermaßen als inoffizielle Hymne der Hauptstadt Dublin Ruhm erlangt hat und die mit einem Denkmal die legendäre Fischhändlerin öffentlich ehrt.

Mit dem melodisch einfühlsamen Lied „The Cliffs of Doneen“ wurden die begeistert mitgehenden Zuhörer an die Westküste geführt, von der es nach weiteren Liedern - extra für dieses tolle Publikum! - noch reichlich Zugaben setzte. Musikalisch einfach schön „Red is the Rose“ und dann passend zum Schluss „Journeys End“. Und - was die musikalische Reise noch besonders machte, das war ein weitgespannter Stimmungsbogen, angefangen mit leisen Tönen der Geige und schließlich am Ende der Reise ein vom Publikum getragener sangesfreudiger, lebensfröhlicher Ausklang, der die Botschaft enthielt - kommt bald wieder nach Radeburg!

Es war dann auch das Ende einer wunderschönen, unterhaltsamen und musikalisch auserlesenen Reise, die dem Publikum die „Grüne Insel“ noch näher brachte und Neugier auf mehr weckte. Der Vereinsvorsitzende Jens Böhme dankte im Namen des begeisterten Publikums Diana Hebold mit einem herrlichen Blumenstrauß und - wie konnte es passender für den waschechten Iren Ted O´Really sein - mit einem Sixpack Kilkenny.

Günter Andrä


 

 


 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


Fotos: Harald Prendel

 

 

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