Kultur- und Heimatverein Radeburg e.V.

November 2018

 

      

 

Oktober 2018

 

        

 

Nachlese zum Konzertabend mit Kathy Leen und Holger Miersch am 29. Oktober 2018

Der Kultur & Heimatverein macht´s möglich - die Plakate ringsum, die Zeitung und der Buschfunk verkündeten es - Kathy Leen und Holger Miersch sind wieder in Radeburg!

 


In der proppevollen katholischen Kapelle trat Kathy Leen, die diplomierte Sängerin und Gesangspädagogin vor das Publikum um zu verkünden - ich bin Künstlerin und Herr Miersch ist Pianist! Versprochen wurde sogleich ein abendfüllendes Programm zum Thema Glück.

Nach dem Schmunzelauftakt ging es auch gleich richtig los mit dem Ohrwurm „Immer, wenn ich glücklich bin, dann sing ich ein Lied, ich sing´ es oft ganz still für mich allein …

Es war einst die österreichisch-ungarisch-amerikanische Operettensängerin Marta Eggerth, die es mit ihrer unverwechselbaren Stimme 1938 in dem gleichnamigen Tonfilm mit dem österreichischen Volksschauspieler Hans Moser bekannt machte.

Das von Robert Kreis bekannt gemachte „Lied vom Selleriesalat“ verdeutlichte,  einst als Volksweise, eine ganz andere Art Glückszustand, so meinte man hier und da zu hören … , die  nachfolgende „Miss Eierschecke“ verklickerte dem Publikum wieder andere Gefühle. Interessant dabei war zu erleben, wie mancher Gast des Abends sich genüsslich mit der Zunge über die Lippen fuhr.

Ein Programm ohne Pause funktioniert auch gut, wenn man kurzweilige Geschichtchen einbaut, eines handelte von der Frage, was Glück ist und eine kluge Antwort war … am Ende ist das Glück bei dem, der vertrauen kann!

Dem konnte man sich für den ganzen Abend anschließen als es weiter ging mit der großen Stimme dieser doch eher zierlichen Frau. Ein gut gespielter, „Wermutstropfen“ war ihre nicht ganz ernst gemeinte Feststellung, dass sie endlos singen muss, so ganz nach dem, was ein Korrepetitor vorgibt. Ja, stöhnte sie, ich singe und Herr Miersch ist Honorarprofessor als Korrepetitor an der Dresdner Musikhochschule  geworden!

Sensationell der Klipphausener Song, der so herrlich vorder- und hintergründig das Provinzleben in die große Welt verlagert und am Ende in einer fast belanglosen Ironie landet.

Es gab auch Gesangsduette mit einem famosen Miersch, als es u.a. um die Betrachtung der Kräfteverhältnisse dieser Welt ging.

Schließlich hörte man noch eine bekannte Melodie zum Mitsummen und Schaukeln. Mit Chim Chim Cheree war es ein Lied, das 1964 veröffentlicht wurde, wobei die Anregung zu diesem Lied von einem Bild mit einem Schornsteinfeger stammt, der allgemein als Glücksbringer gilt, womit wir wieder beim Thema des Abends wären.

Erneut wurde eines deutlich - diese Abende im Stil gepflegter Kammermusik in der Katholischen Kapelle in Radeburg haben ihr Publikum. Dies wurde auch mit einem kleinen Blumensträußchen durch den Vereinsvorsitzenden Jens Böhme an die Kapelle honoriert. Die schon traditionelle Zugabe endete in einem gemeinsamen und stimmgewaltigen „Tralalere, Tralala …“ und alle gingen beschwingt, fröhlich und erfüllt nach Hause, an einem Abend, der „Glücksmomente“ auslöste.


 

September 2018

        

August 2018

  

 

 

 

 

Nachlese zur Radtour des Kultur & Heimatvereins Radeburg e. V. am 19. August 2018

Ein kleines Jubiläum stand an - die 15. Radtour des Kultur & Heimatvereins Radeburg e. V. Sie führte die Teilnehmer durch die abwechslungsreiche Landschaft westlich von Radeburg.
 

Foto Harald Prendel
 

Bei Jahrhundert-Sommerwetter ging es nach dem Start an der Postmeilensäule in Radeburg zunächst zum Schloss Berbisdorf. Mit viel Mut zum Risiko hat es der Besitzer Kay-Uwe Strehle, ein Dresdner Autohändler, aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und erste Achtungszeichen gesetzt. Sich damit einen Traum erfüllend packt er selbst mit an. Instandsetzungsarbeiten an der Fassade, neue Fenster, ein neuer Zaun, wieder hergerichtete Kavaliershäuser, eines davon für den Besucherverkehr als Café eingerichtet, sind sichtbare Erfolge seiner engagierten Hobbyarbeit. Und langsam macht sich in Berbisdorf nach anfänglicher Skepsis Bewunderung breit - hier entsteht wieder ein vorzeigbares Wasserschloss! Vielleicht wird es später auch noch etwas mit dem Park.

 

Foto Harald Prendel

Nächste Station war das Käthe Kollwitz Haus in Moritzburg. Käthe Kollwitz gilt als eine der bedeutendsten deutschen Grafikerinnen und Bildhauerinnen des 20. Jahrhunderts, die ihren Lebensabend, im ehemaligen Rüdenhof, dem letzten Wohnort ihres Lebens, verbrachte. In erwartungsvoller Atmosphäre kam es zur Verlesung eines Grußwortes von Sabine Hänisch, der Leiterin des Museums, an die Teilnehmer der Radtour. Beim abschließenden Rundgang durch das Haus bildete das Balkon- und Eckzimmer, das Käthe Kollwitz bewohnt hat, einen bleibenden Eindruck von der Künstlerin und ihrer Zeit. Vor diesem Hintergrund gab es auch einen Brückenschlag zu Radeburg, das erfolgreich mit seinem großen Sohn Heinrich Zille öffentlich firmiert und auch einen Zeitzeugen und Künstlerkollegen zu Käthe Kollwitz hat.

 

Weiter ging es  zum Altenteich mit einer kurzen Rast an der Blockhütte nach Steinbach in die dortige Dorfkirche.
 

Foto Harald Prendel

Das zum Kirchspiel Bärnsdorf - Naunhof gehörende Gotteshaus zählt zu einer der ältesten Dorfkirchen Ostsachsens, die, an einer alten Handelsstraße liegend, als Wege- und Wallfahrtskapelle genutzt wurde. Kantorin Sybille Schulze lud alle Teilnehmer ein, nach einem Streifzug durch die Geschichte der mit großem Engagement des Vereins zur Erhaltung der Dorfkirche Steinbach e. V. und Fördermitteln wiedererstandenen schmucken Dorfkirche, mit ihr gemeinsam singen. Es wird für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis bleiben, als dann nach der Melodie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ das Lied „Die Alten - die Alten ….“ intoniert und freudvoll mitgesungen wurde!

 

Foto Harald Prendel

Zufälle, sofern es sie gibt, muss man nutzen und so kam es auf dem Weg zum Schloss und Park Lauterbach noch zu einer kurzen, erfrischenden Einkehr im Landgasthof Naunhof „Zur Eule“. Unter Bäumen sitzend war es anschließend ein angenehmes Verweilen im Schlosspark mit Blick auf das renovierte Schloss, um das sich, ebenso wie um den Park im Stil des englischen Landschaftgartens, ein Förderverein verdient macht. Die Anlage hat sich inzwischen zu einer Perle gemausert. Veranstaltungen, Feiern, Vermietungen und Hochzeiten gehören zum Angebot genauso wie die aus der ehemaligen Kellerschenke stammende legendäre „Lauterbacher Rotznase“ - eine kulinarische Besonderheit aus alten Tagen.

Foto Harald Prendel
 

Der „Berg des Tages“ war dann die Straße von Naunhof Richtung Ebersbach, von der man Richtung Norden und Osten einen herrlichen Blick in das Land hat. Von Oberebersbach ging es weiter nach Oberrödern über die landschaftsprägende, pappelflankierte Röderbrücke zurück nach Radeburg. Das Sehnsuchtsziel erfrischende Getränke und wohliger Speisen hieß wieder mal „Das Deutsche Haus“. Damit ging ein erlebnisreicher Tag in ausgelassener Stimmung zu Ende.

 Günter Andrä


Mai 2018
 

 

Sonntag, 6. Mai
15 Uhr
Konzert in der Berbisdorfer Kirche

April 2018

Montag 30. April
Heinrich Zille Kneipennacht
www.kneipennacht.eu

 

 

Freitag 27. April
19.30 Uhr
Frühlingsliedersingen in der Aula
der Grundschule Radeburg
Meißner Berg
 

Das nunmehr 11. gemeinsame Konzert unseres Chores mit dem Radeburger Kirchenchor war am vergangenen Freitagabend ein wunderbares Erlebnis. es kam bei dem sehr abwechslungsreichen Programm der beiden Chöre vorzügliche Frühlingsstimmung auf. Leider konnte das Konzert wegen der Bauarbeiten in der Kirche nicht wie gewohnt stattfinden, aber die Aula der Grundschule war ein angenehmer, heller und freundlicher Aufführungsort. Danke für die Gastfreundschaft und danke allen Sängerinnen und Sängern, die die Frühlingsstimmung mit beschwingten, fröhlichen Liedern unter der Leitung der beiden Chorleiter Rita Richert und Kantor Mütze gekonnt ins Publikum überspringen ließen.

Jens Böhme

 

Samstag, 7. April
25. Zillelauf der 11. der Neuzeit
einschließlich Sachsencup 2018
www.zillelauf.de
 

Sonntag, 15. April
9 Uhr
Frühjahrswanderung mit der NABU Fachgruppe Ornithologie Großdittmannsdorf
Treffpunkt:
Parkplatz am Waldbad Weixdorf  

  

Nachlese Frühjahrswanderung 2018 Kultur & Heimatverein Radeburg e. V.

 

 

Mittlerweile zu einer schönen Tradition geworden ist die vom Kultur & Heimatverein Radeburg e. V. gemeinsam mit der NABU - Fachgruppe Ornithologie Großdittmannsdorf organisierte öffentliche Frühjahrswanderung.

 

  

Interessant ist dabei ein Blick in die Geschichte. Das ehemals 1906 eingeweihte Waldbad entstand am Lausaer Großteich, der bereits 1560 künstlich angestaut war und dem Hochwasserschutz der umliegenden Dörfer diente. Im Auf und Ab der Geschichte blieb das Waldbad jedoch seinem Schicksal als Freibad treu und ist ein bis heute beliebtes Ausflugsziel.

Unterwegs gab es dann immer wieder einen lohnenswerten Halt zur Erklärung und Beobachtung vor allem von Vögeln, unter denen der Zaunkönig eine besondere Rolle spielte. Bei allen Problemen, die das Sturmtief „Friederike“ hinterließ, sind doch z. B. die Baumscheiben von umgeworfenen Kiefern ein willkommenes Habitat für den kleinen Zaunkönig, der sich darin offenbar wohlfühlt und Nestbau betreibt.

 

Weiter ging es dann zu dem im südlichen Sauerbusch, im ehemals an der „Alten Zehn“ gelegenen „Lausaer Saugarten“, als einem von drei weiteren Saugärten in Dresden, Liegau und Langebrück in den Wäldern der Dresdner Heide gelegenen ehemaligen Wildgehegen.

 

Sie dienten der höfischen Jagd, in dem eingefangene Wildschweine in von Mauern umgebenen „Gärten“ gehalten und dann zur Jagd frei gelassen wurden. Der im 18. Jh. angelegte Lausaer Saugarten verlor nach 1830 seine Bedeutung und verfiel.

 

Am Schluss waren sich alle Teilnehmer einig - drei Stunden Naturerlebnisse und  interessante Details zu aktuellen Problemen des Naturschutzes sowie zur Heimatgeschichte waren die Garanten für eine erlebnisreiche Wanderung - dafür ein herzliches Dankeschön besonders an Matthias Schrack und ein Auf Wiedersehen 2019!

 Günter Andrä

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

       

 

„Glücksbringer“
Noten an die Freude
mit Kathy Leen & Holger Miersch

 In den meisten Liedern geht es um Liebe und mindestens genauso oft um Glück.
Der eine sucht das Glück in der Liebe, der andere bei Fraun, 
beim Einen hat es ausgedient, beim Anderen vier Pfoten …   

Glücklich wollen die Künstler auf alle Fälle mit Ihrem Programm machen. Mit viel Feingefühl und Sinn für Humor suchen sie dabei nach dem Glück und finden es zur hellen Freude der Zuhörer oft an Stellen, wo sie es nicht vermuten.

Kathy Leen und Holger Miersch verbindet die Leidenschaft zur Musik der 30-40er Jahre und die zu satirischen Chansons. Studiert haben beide an der Musikhochschule in Dresden, wo sie nun seit langer Zeit selbst unterrichten – sie als Gesangsdozentin und er als Professor für Vokalkorrepetition.

Die Rollen sind klar verteilt: Frau Leen ist die Künstlerin Herr Miersch darf begleiten! Er schlägt sich wacker und hat es dabei nicht leicht. Bei gemeinsamen Konzerten steht vor allem Eins im Mittelpunkt: die Liebe zu wunderschönen Melodien und witzigen, herrlichen Chansons, die inzwischen auch aus eigener gemeinsamer Feder stammen.

 

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