Kultur- und Heimatverein Radeburg e.V.

 

Orgelsanierung
 

Die Mitglieder des Vereins haben für die Orgelsanierung der ev. Kirche Radeburg gesammelt und der Verein konnte eine Spende in Höhe von 500 Euro an die Kirchgemeinde übergeben und hat somit die Patenschaft für eine Prospektpfeife übernommen. 

 Übergabe der Orgelpfeife durch Kantor Mütze an den Vorstand des Vereins.     
 

         



Vorstellung des 15. Heftes 
 

Die Bilanz der Arbeitsgemeinschaft Stadtgeschichte im Kultur & Heimatverein Radeburg kann sich sehen lassen - kürzlich wurde das 15. Heft der Schriftenreihe zur Stadtgeschichte der Öffentlichkeit vorgestellt.

Anliegen der Verfasser war es, ein vor 1989 in der DDR politisch fast ignoriertes Thema - Ereignisse der Umsiedlung zahlreicher Menschen durch Flucht oder Vertreibung aus ihren Heimatgebieten in den Jahren 1944 bis 1952 - aufzuspüren.

Ein wichtiges Anliegen dabei war, geschichtliche Hintergründe sowie die Schicksaale der betroffenen Menschen, die in Radeburg und angrenzenden Ortsteilen als „Umsiedler“ aufgenommen und registriert wurden, zu erforschen und darzustellen.

In einer öffentlichen Veranstaltung, der bereits eine Zusammenkunft mit „Zeitzeugen“ aus dieser bewegten Zeit voranging, wurden in zwei bewegenden Vorträgen die Ereignisse jener Zeit widerspiegelt. Als herzlich begrüßter Gast nahm auch Radeburgs Bürgermeisterin Michaela Ritter teil.

Eingangs skizzierte Theodor Dingler als ehemals Betroffener die politische Situation, die sich im Ergebnis des zweiten Weltkrieges für die damalige Sowjetische Besatzungszone vor dem Hintergrund der Befehle der Sowjetischen Militäradministration Deutschland und dann der Politik der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands ergab.

In einem emotional sehr nahegehenden Vortrag betrachtete die Vorsitzende der AG Stadtgeschichte, Irene Andrä, die konkrete Situation in Radeburg und angrenzenden Ortsteilen und berichtete in bewegten Worten darüber, wie die Umsiedler aufgenommen wurden und was in den zahlreichen Gesprächen mit den Betroffenen über ihre Herkunft, die Gründe der Vertreibung, ihre Fluchtwege sowie die spätere Integration in unsere Gesellschaft zu erfahren war. Die Erinnerungen daran bilden als Erlebnisberichte der Umsiedler einen wesentlichen Bestandteil des Heftes.

Alle Teilnehmer waren berührt und bewegt und mit einem herzlichen Dankeschön an den Kultur & Heimatverein war man sich auch einig darüber - es war an der Zeit und wichtig, sich diesem Thema zu stellen und für nachfolgende Generationen authentisch erlebte Geschichte aufzuschreiben.

Der Erwerb des Heftes ist in den bekannten Verkaufsstellen „Foto-Eulitz“ am Markt und „Leder-Weser“ in der Großenhainer Straße möglich. Darüber hinaus kann das Heft auch über die homepage des Kultur & Heimatvereins erworben werden.
Gleichzeitig ist auch wieder der alljährlich herausgegebene Kalender des Vereins mit historischen Postkarten im Angebot.

Das Heft und der Kalender werden auch zum Weihnachtsmarkt am Samstag 9. und Sonntag 10. Dezember 2017 im Stand des Kultur & Heimatvereins angeboten.


Günter Andrä

 

 

 

 

 

 

    
 

 

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